Rückblick Stadtschützenfest

Ein kleiner Rückblick auf ein außergewöhnliches Fest für Kirchrarbach, auf das Stadtschützenfest-Schmallenberg.

Bereits im Jahr 2009 haben wir die Zusage erhalten, dass wir 2015 Ausrichter des Stadtschützenfestes von Schmallenberg sein dürfen.

Also sehr viel Zeit um alles in Ruhe zu planen. Das Ordnungsamt und die Polizei wurden frühzeitig ins Boot geholt und somit konnten die Wünsche und Vorgaben der Behörden auch alle problemlos umgesetzt werden.

Wir hatten ein Zelt in der Größe von 40 x 20 m bestellt. Zunächst sollte der Auf- und Abbau durch die Schützenbrüder ausgeführt werden. Die Zusage des Zeltverleihs zerschlug sich allerdings, so dass wir uns anderweitig umhören mussten. Wir orderten dann ein Zelt incl. Auf- und Abbau. Im Nachhinein sind wir sehr froh gewesen, dass das so gelaufen ist. Die Mehrkosten waren schnell vergessen. 

Wichtig für den großen Erfolg war natürlich die Bereitschaft zu helfen. Das Nachbardorf Sögtrop übernahm die Theke am Freitag bei der Zeltdisco. Eingeladen hatten wir für 19.30 Uhr. Aber erst um 19.50 Uhr konnte die letzte Dachplane aufgezogen werden. Man hatte einfach eine Plane zu wenig mitgebracht. So musste diese dann vom 220 km entfernten Firmenstandort nachgeliefert werden. Diese Zeltdisco war zunächst nicht geplant. Erst unser Beschaller hatte uns darauf gebracht. Er sagte: „Wenn Ihr schon ein so großen Zelt habt, dann nutzt es doch auch“. Gesagt getan. Und so wurde es ein voller Erfolg. Nicht nur die Jugend war vor Ort, sondern auch das Mittelalter (bis hoch in die 60). Damit hatte niemand gerechnet.

Die Bewirtung am Samstag und Sonntag beim Antreten, sowie beim Vogelschießen bis zum Einmarsch in die Halle wurde auch durch uns gestemmt. Die Bereitschaft uns zu helfen war überwältigend. Jeder der gefragt wurde, hat spontan seine Hilfe angeboten. Viele waren geradezu dankbar, dass Sie gefragt wurden. Und gerade das zeichnet unsere Dorfgemeinschaft incl. der umliegenden Orte aus. Wir Rarbacher haben es in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen: Mit der Bereitschaft des Ortes ist alles zu schaffen.

 

Ein paar Zahlen zum Fest:

·        Das Lakenzelt, 40 x 20 m, bestuhlt mit 1320 Sitzplätzen. Kosten incl. Auf- und Abbau 7.000 Euro

·        Rarbachhalle am Sonntag ca. 450 Sitzplätze.

·        Zur Verkehrssicherung wurden 85 Schilder aufgestellt.

·        20 Schützenvereine und 13 Musikkapellen meldeten für den Festzug am Sonntag 1700 Festzugteilnehmer an.

·        Insgesamt wurden 93 hl Bier verkauft. Das sind ca. 47.000 Glas Bier

 

Gern hätten wir am Samstag das Vogelschießen an unserer zweiten Schießanlage durchgeführt. Diese liegt wunderschön im Wald gelegen. Dort sollte auch der Gottesdienst stattfinden. Aber es hat nicht sollen sein, und so waren wir sehr froh, dass uns die Vogelstange an der Rarbachhalle für die schlechte Witterung zur Verfügung stand.

Wir waren froh, dass wir wenigstens den Zapfenstreich wie geplant in der Dorfmitte durchführen konnten. Ein Dank an alle, die dabei waren, und für die 100% Stille und Ruhe gesorgt haben. Viele von euch haben mir später bestätigt, dass dieser Zapfenstreich vom Ablauf und von der Stimmung schon etwas ganz Besonderes gewesen ist.

Am Sonntag schien es ja zunächst, dass wir trockenen Fußes in das Festzelt einziehen konnten. Aber dem war nicht so. Pünktlich zum Vorbeimarsch öffnete der Himmel die Schleusen. Unsere große Befürchtung, dass die Festzugteilnehmer aufgrund der Kälte und Nässe fluchtartig das Weite gesucht hätten, hat sich ja nicht eingestellt. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle.

 

Und jetzt die große Frage: „Was ist denn übrig geblieben? Hat sich der Aufwand gelohnt?“

Ja, zum einen hat es sich finanziell gelohnt. Man kann die Zahlen natürlich so oder so darstellen. Wenn nicht die große Eigenleistung vollbracht worden wäre, dann wäre sicherlich noch eine dicke schwarze Null dabei herausgesprungen. Allerdings hätte man sich dann die Frage stellen müssen, sollen wir uns das nochmals antun. Aber durch die erwähnte Eigenleistung konnten wir, aus unserer Sicht einen großen Gewinn erwirtschaften. Also kurz gesagt: ……… haben wir mehr in der Kasse.

Aber es hat sich auch in anderer Weise gelohnt. Wir haben unseren Ort von der besten Seite vorstellen können. Wir haben ein großes Fest wunderbar organisiert.

Wir Rarbacher sind auf jeden Fall froh und stolz, dass wir das Fest durchgeführt haben.

Sollten wir irgendwann nochmals das Stadtschützenfest ausführen dürfen, dann hätte ich nur 2 Änderungswünsche. Zum einen besseres Wetter und zum zweiten, dass der Rarbacher Schützenkönig den letzten Schuss abgibt. Aber natürlich wünschen wir dem neuen Stadtkönig Jörg Fischer aus Bödefeld eine schöne Regentenzeit.